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Wärmedämmung bezeichnet alle Maßnahmen, die dazu beitragen, die Wärme im Gebäude zu behalten und die Wärmeverluste (Transmissionswärmeverluste) an die Umgebung zu verringern. Die Wärmedämmung
von Häusern wurde in den letzten Jahrzehnten immer wichtiger, um die knapper werdenden Energieressourcen zu schonen. Durch die Energieeinsparverordnungen von 2002, 2004 und 2007 wurden die Anforderungen an Gebäude
immer mehr erhöht. Auch die Wärmeschutzverordnung von 1994 und die Heizungsanlagenverordnung von 1998 trugen zu einer Senkung des Energieverbrauchs bei Gebäuden bei. Gedämmt werden insbesondere die Dachflächen
bei einem nachträglichen Dachausbau (Zwischensparrendämmung), die Kellerdecke und die Außenmauern (Fassade). Bei Neubauten wird durch dickes Mauerwerk (36,5 - 40 cm) in Porenbeton, Hochlochziegel oder Bimssteinen bzw. Kalksandsteinmauerwerk mit zusätzlicher Außendämmung bereits eine sehr gute Wärmedämmung von Beginn an erreicht. Holzständerbauweisen mit entsprechend gedämmten Wänden erreichen sehr gute Wärmedämmwerte auch bereits bei teilweise dünneren Wänden. Altbauten vor 1990 haben meist eine unzureichende Außendämmung und müssen nachträglich gedämmt werden. Dies geschieht in der Regel mit einem Wärmedämmverbundsystem oder einer Vorhangfassade mit Zwischendämmung (Kerndämmung oder belüftet). Als Wärmedämmmaterialien werden Materialien mit niedriger Wärmeleitfähigkeit verwendet: Geschäumte Kunststoffe (Polystyrol, Neopor, Polyurethan), Mineral-, Holz-, Glaswolle, Schaumglas, Korkplatten, Schüttungen aus Zelluloseflocken (durch Einblasen in Hohlräume verarbeitet), Perlite, Bimsstein, Porenbeton. Bei der Thermografie werden mit Hilfe einer Wärmebildkamera Wärmebrücken und Schwachstellen in der Gebäudehülle, durch die Wärme entweicht, sichtbar. Eine bauphysikalische Regel besagt, dass die Wärmedämmung grundsätzlich auf der “kalten Seite” erfolgen soll, sofern dies möglich ist. Nur im Ausnahmefall (Denkmalschutzfassade, Fachwerk, o.ä.) sollte eine Innendämmung erfolgen. Eine Innendämmung
ist deshalb nicht optimal, weil das Mauerwerk auskühlt und der Taupunkt dadurch weiter ins Innere des Mauerwerks wandert.
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