easyWert- Immobilienlexikon: BUCHSTABE  “D”


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Dauernutzungsrecht

Gemäß § 31 Abs.2 Wohnungseigentumsgesetz (WEG) kann ein Grundstück in der Weise belastet werden, dass derjenige, zu dessen Gunsten die Belastung erfolgt, berechtigt ist, unter Ausschluss des Eigentümers nicht zu Wohnzwecken dienende bestimmte Räume in einem auf dem Grundstück errichteten oder zu errichtenden Gebäude zu nutzen (Dauernutzungsrecht). Das Recht ist sowohl vererbbar als auch veräußerbar.

Dauerwohnrecht

Gemäß § 31 Abs.1 WEG kann ein Grundstück in der Weise belastet werden, dass derjenige, zu dessen Gunsten die Belastung erfolgt, berechtigt ist, unter Ausschluss des Eigentümers eine bestimmte Wohnung in einem auf dem Grundstück errichteten oder zu errichtenden Gebäude zu bewohnen oder in anderer Weise zu nutzen (Dauerwohnrecht). Das Dauerwohnrecht kann auf einen außerhalb des Gebäudes liegenden Teil des Grundstücks erstreckt werden, sofern die Wohnung wirtschaftlich die Hauptsache bleibt. Das Recht ist sowohl vererbbar als auch veräußerbar.

Denkmalschutz

Denkmalschutz verfolgt das Ziel, Kulturdenkmale dauerhaft zu erhalten. Bei Umbau- oder Modernisierungsarbeiten sind die Denkmalschutzauflagen zu beachten, die von der zuständigen Denkmalschutzbehörde festgelegt werden. Ob ein Gebäude unter Denkmalschutz steht, kann man durch Einsichtnahme in die Denkmalliste der Gemeinde oder im Denkmalbuch der oberen Denkmalbehörde (Landkreis) recherchieren. Da der Denkmalschutz in die Hoheit der Bundesländer fällt, gibt es hier eine unterschiedliche Handhabung bei der Art der Verzeichnisse.

Dienstbarkeit

Dienstbarkeiten sind Nutzungsrechte und als solche geregelt in den §§ 1018 - 1093 BGB (Bsp.: Grunddienstbarkeit, beschränkt persönliche Dienstbarkeit, Wohnungsrecht, etc.)

Discounted-cash-flow-Methode (DCF)

Bei der discounted-cash-flow-method werden alle zukĂĽnftigen Einnahmen und Ausgaben auf den Wertermittlungsstichtag abgezinst. Als Zinssatz nimmt man einen internen ZinsfuĂź, der z.B. der Renditeerwartung eines Investors entspricht. Erhält man einen positiven Barwert (NET PRESENT VALUE), rentiert sich die Investition unter den getroffenen Annahmen (Kosten während der Investitionsphase, Steigerungsraten fĂĽr Verkehrswert, Bewiko, etc.) und die Rendite liegt sogar, je nach Höhe des NPV höher als der Kalkulationszinssatz. Bei einem negativen Wert erbringt die Investition eine niedrigere Rendite als der angesetzte Zinssatz. Problematisch bei dieser Methode sind die vielen Annahmen, die getroffen werden mĂĽssen und hier insbesondere der Wiederverkaufspreis der Immobilie nach 10 Jahren. 

Diskontierungsfaktor

1/ q n. Dient in der Wertermittlung hauptsächlich der Abzinsung eines Betrages auf einen bestimmten Wertermittlungsstichtag.

(q = 1 + p; p = Zinssatz; n = Anzahl Jahre)

Dorfgebiet

Dorfgebiete dienen vorwiegend der Unterbringung der Wirtschaftsstellen land- und forstwirtschaftlicher Betriebe, dem Wohnen und der Unterbringung von nicht wesentlich störenden Gewerbebetrieben sowie der Versorgung der Bewohner des Gebiets dienenden Handwerksbetriebe. Auf die Belange der land- und forstwirtschaftlichen Betriebe einschließlich ihrer Entwicklungsmöglichkeiten ist vorrangig Rücksicht zu nehmen. (Definition siehe BauNVO)

Drempel

Unter Drempel versteht man die an der Traufseite des Hauses stehende Dachgeschosswand, die oft nur bis zum Knie reicht (deshalb auch Kniestock genannt) und die die Dachkonstruktion (FuĂźpfetten und Sparren) aufnimmt.

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Druckfestigkeit

Die Druckfestigkeit eines Baustoffes ist der Widerstand, den dieser einer einwirkenden Kraft entgegensetzen kann, ohne zu versagen. Einheit: N/ mm². Baustoffe werden in bestimmte Druckfestigkeitsklassen eingeteilt. Beispiele zeigt die Tabelle Druckfestigkeitsklassen von Baustoffen.

Dachziegel

Fachlich korrekt bezeichnet man nur Dachdeckmaterialien, die aus Ton oder einer Mischung aus Ton und Lehm gebrannt werden, als Dachziegel. Dacheindeckungen aus Beton nennt man Betondachsteine. Tonziegel werden auch mit einer Engobe (engobiert) oder mit Glasur (glasiert) angeboten. Es gibt eine ganze Reihe unterschiedlicher Dachziegelformen.

Dampfdiffusion

In einem Haushalt entsteht aus unterschiedlichen Quellen Wasserdampf (Körperpflege, Wäsche trocknen, Kochen, Atmung). Dieser Wasserdampf reichert sich zunächst in der Raumluft an, so dass die Luftfeuchtigkeit steigt. Haben zwei Luftmassen unterschiedliche Temperaturen, findet immer ein Ausgleich (Strömung) von warm nach kalt statt. Da es innen in der Regel wärmer ist als außen, baut sich dadurch in der Regel ein Dampfdiffusionsgefälle auf, das dazu führt, dass warme, feuchte Luft Bauteiloberflächen bzw. Bauteile von innen nach außen durchdringt (diffundiert). Da das Bauteil von innen nach außen kälter wird, kühlt auch der Wasserdampf ab. Wird dabei die Taupunkttemperatur unterschritten, fällt der Wasserdampf als Kondenswasser im Bauteil aus und kann zu Durchfeuchtungen und Schäden führen, wenn das Wasser nicht verdunsten kann. In der Planung von Baumassnahmen ist daher zu beachten, ob ein Baustoff oder Bauteil diffusionsoffen sein darf bzw. muss oder ob eine Dampfsperre erforderlich ist.

diffusionsoffen

Ein Bauteil oder Baustoff wird als diffusionsoffen bezeichnet, wenn es (er) durchlässig ist für Wasserdampf.

Dachziegelformen

Man unterscheidet im wesentlichen Flachziegel (Biberschwanzziegel, Schwalbenschwanzziegel), Hohlziegel (U-förmig gekrümmte so genannte Mönchsziegel oder S-förmig gekrümmte Hohlpfannen) und Falzziegel (Flachdachpfannen, Muldenfalzziegel, Mönch-Nonnen-Ziegel, u.a.).

→ Abbildung Dachziegelformen

Dachdeckung

Der Hauptzweck des Daches ist der Schutz des Hauses vor Witterungseinflüssen. Dachdeckungen müssen daher regensicher sein. Dies wird in der Regel erreicht durch Einhaltung der Regeldachneigung und einer ausreichenden Überdeckung der Bedachungsmaterialien je nach Herstellerangaben, sowie zusätzlich durch Unterdach, Unterspannung oder Unterdeckung. Grundsätzlich wird unterschieden zwischen harter (Dachziegel, Betondachsteine, Schiefer und Holzschindeln, Metallprofile, Faserzement- Dach- oder Wellplatten) und weicher Dachdeckung (Reetdach, Grasdach, Bitumenbahnen, etc.). Eine weitere grundsätzliche Begriffsunterscheidung betrifft die Funktion der Ziegel: Flächensteine bedecken die Dachflächen und Formsteine werden für die Dachflächenbegrenzungen (First, Grat, Traufe) verwendet.

 â†’ Dachziegelformen  → Dachziegel

Diamantseilsägeverfahren               >>>Seitenanfang>>>

Sägeverfahren mittels Seilsäge, mit der Mauerwerk horizontal durchgesägt werden kann, um nachträgliche Horizontalsperren (z.B. mittels Edelstahlblech) herzustellen und aufsteigende Feuchtigkeit zu verhindern.

Doppelfassade

Doppelfassaden kommen in erster Linie bei mehrgeschossigen Bürogebäuden, Hochhäusern, Bürotürmen, etc. vor. Aber auch im Einfamilienhaus wurden bereits erste Prototypen erstellt, um die Vorteile der Doppelfassade auch hier zu nutzen. Die Doppelfassade besteht aus zwei Fassadenebenen, der äußeren Sekundärfassade und der inneren Primärfassade. Die Sekundärfassade als Außenhaut soll gegen Witterungseinflüsse schützen, in der Primärfassade befindet sich in der Regel die Wärmedämmung, wobei auch schon der Luftraum zwischen beiden Ebenen eine erhöhte Wärmedämmwirkung erzielen kann. Es gibt mehrere Möglichkeiten, eine Doppelfassade zu konstruieren: Die älteste Form dürfte die Abluftfassade sein. Neuere Formen sind: 1) Kasten-Doppelfassade 2) Schacht-Kasten-Doppelfassade 3) Korridor-Doppelfassade 4) Mehrgeschoss-Doppelfassade. Bei diesen neueren Formen sollen folgende Ziele verwirklicht werden: A) Möglichkeit der natürlichen Be- und Entlüftung B) Verbesserter Schallschutz C) Transmissionswärmeverluste im Winter reduzieren D) In der Zwischenebene vor Wind und Verschmutzung geschützter Sonnen- und Blendschutz. Nachteil aller Doppelfassaden: Sehr viel höhere Kosten als bei einschaligem Fassadenaufbau, nicht zuletzt wegen der aufwendigen Regelungstechnik zur Vermeidung der Überhitzung des Gebäudes im Sommer.

→ Fassade

Dreiecksbinder

In sich tragende Dreieckskonstruktion aus zwei im Firstpunkt miteinander verbundenen Sparren und einem so genannten Zugband, das die beiden Sparren zu einem Dreieck verbindet und im FuĂźbodenaufbau des Dachgeschosses verankert ist.

Dachneigung

Bei einer Neigung der Dachflächen von größer 30 Grad spricht man von einem Steildach. Zwischen 10 – 30 Grad spricht man von einem „flach geneigten Dach“. Unter 10 Grad Dachneigung handelt es sich um ein Flachdach. Siehe auch → Flachdach → Dachformen → Regeldachneigung

Dachformen

siehe Skript: “Die häufigsten Dachformen”. Dort werden die gängigsten Dachformen wie Satteldach, Pultdach, Walmdach, Krüppelwalmdach, Zeltdach und Mansarddach mit Skizze kurz dargestellt.

DĂĽnnformat (DF)                      >>>Seitenanfang>>>

Format eines genormten Mauersteins mit den MaĂźen: 11,5 cm breit, 5,2 cm hoch und 24 cm lang. Die Bezeichnung 2 DF bezeichnet ein Steinformat, das 2 Steine des DĂĽnnformats (DF) im Mauerwerk ersetzt. 8 DF ersetzt entsprechend 8 Steine des DF- Formats. 2 DF = 1,5 NF (Umrechnungsfaktor 0,75). Aus GrĂĽnden der Rationalisierung ist der Trend zu groĂźen Steinformaten erkennbar.


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